8. Nachhaltigkeit und soziales Engagement

8.1 Unternehmerische Verantwortung

Seit mehr als 15 Jahren sind die Bereiche Umwelt- und Arbeitsschutz wichtige Bestandteile der Führungsleitsätze in der Schaeffler Gruppe. Durch die weltweite Schaffung und Erhaltung von sicheren, gesundheits- und leistungsfördernden Arbeitsumgebungen und durch aktiv betriebenen Umweltschutz tragen wir zum Fortbestand und Erfolg der Unternehmensgruppe bei. Wir stehen zu unserer globalen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Mitmenschen und nachfolgenden Generationen. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wurden wesentliche Fachthemen der Nachhaltigkeit in einem integrierten Managementsystem zusammengeführt. Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Brandschutz und Security bilden das Rückgrat des Umwelt- und Sicherheitsmanagements (E&S) der Schaeffler Gruppe. Regelmäßige interne und externe Auditierungen und Zertifizierungen informieren uns fortlaufend über den Stand und die Weiterentwicklung des E&S Managementsystems. Unser Fokus liegt auf der stetigen Verbesserung unserer Leistungen auf diesem Gebiet.

Der Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe basiert auf den Prinzipien des „ Global Compact“, „The Global Sullivan Principles of Corporate Social Responsibility“ und dem Standard der „Social Accountability International“. Die hier beschriebenen Grundsätze stellen für uns Mindeststandards dar. In vielen Fällen liegen unsere eigenen internen Vorgaben noch deutlich darüber. Länderspezifische Ausgestaltungen, entsprechend den jeweiligen kulturellen Gegebenheiten, werden davon nicht eingeschränkt.

Die Schaeffler Gruppe legt ihre Mindestanforderungen weltweit fest. In den unterschiedlichen Ländern gibt es darauf aufbauende, lokale Umwelt- und Arbeitsschutzpolitiken mit deren Hilfe die Festlegungen für den jeweiligen Standort konkretisiert werden. Diese haben sich in der Praxis als sehr hilfreich für die Umsetzung unserer strategischen Anforderungen erwiesen. Alle Regelungen der Standorte dienen dazu, die Abläufe zu strukturieren und den handelnden Personen Sicherheit und Unterstützung zu geben.

Das über die letzten Jahre Schritt für Schritt aufgebaute E&S Managementsystem ist inzwischen an allen Standorten der Schaeffler Gruppe weltweit eingeführt und mit Leben gefüllt. Zum Jahresende 2011 sind alle Produktionsstandorte der Schaeffler Gruppe in Bezug auf Umweltschutz gemäß EMAS validiert und ISO 14001 zertifiziert sowie auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes nach OHSAS 18001 zertifiziert. Gerade die außerhalb Europas durch unabhängige Gutachter erreichten Zertifizierungen haben im internationalen Vergleich einen sehr hohen Stellenwert; nur sehr wenige Industriebetriebe weltweit haben einen ähnlichen Erfolg vorzuweisen.

Die Gesellschafter, der Vorstand und die Mitarbeiter aller Geschäftsbereiche und Standorte unterstützen die Bemühungen im Umwelt- und Arbeitsschutz aus der Überzeugung heraus, [--break--] dass wir hierdurch den Unternehmenserfolg sichern können.

8.2 Umweltschutz

Ein wesentlicher Faktor nachhaltigen Wirtschaftens ist der Umweltschutz. Die stetige Entwicklung neuer Technologien, das beständige Streben nach weiterer Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, die Vermeidung von Abfällen, die Verbesserung der Energieeffizienz und viele weitere, praktische Umweltschutzmaßnahmen sind für uns wichtige Bausteine für nachhaltiges Wirtschaften.

Die Stärke des E&S Managementsystems liegt in der engen Zusammenarbeit zwischen den strategischen und den operativen Einheiten. Die an jedem Standort arbeitenden E&S Beauftragten sind in einer Regionalstruktur zusammengefasst. Das stellt einen regen Austausch innerhalb einer Region sicher. Die Regionen wiederum stehen in engem und stetigem Austausch mit dem zentralen Competence Center E&S (CC E&S), welches für die weltweiten Strategien verantwortlich ist. Unterstützung bei der Umsetzung von Strategien in die Operative ist neben der Durchführung von internen Auditierungen eine weitere, wesentliche Aufgabe des Competence Centers. Die Erfüllung beider Aufgaben, Unterstützung und Beratung auf der einen Seite, Überwachung und Steuerung auf der anderen Seite, lässt die Mitarbeiter des CC E&S immer beide Seiten im Blick behalten.

Die Verschmutzung der Umwelt und die Erschöpfung der Ressourcen sind in hohem Maße auf den steigenden Verbrauch von Produkten zurückzuführen. Die Langlebigkeit eines Produktes ist daher gleichzeitig Indiz für dessen Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit der Erhöhung der Effizienz des Material- und Energieeinsatzes und damit der Verringerung von Umweltauswirkungen bei der Herstellung eines Produktes werden wir diesem Anspruch immer häufiger gerecht. Im Fokus steht dabei eine durchgängige Betrachtung und Gestaltung der Material- und Energieflüsse vom Wareneingang über den Versand als Produkt oder Reststoff bis hin zum Ende [--break--] der Nutzungsphase und den daran anschließenden Recyclingmöglichkeiten.

Bestehende Abläufe und Technologien werden kritisch hinterfragt, weitere Möglichkeiten zur Prozessverbesserung erkannt und umgesetzt. Viele der daraus resultierenden Maßnahmen [--break--] werden individuell an den Standorten initiiert, und zwar passend zum politischen und sozialen Umfeld, jedoch unter stetiger Betreuung und Beratung durch die zentralen Stabsstellen.

Erfolgreiches, nachhaltiges Wirtschaften erfordert eine intensive Betrachtung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungen eines Unternehmens und ist somit nicht auf den Umweltschutz beschränkt. Die Belange des nachhaltigen Wirtschaftens werden in die täglichen Abläufe integriert. Durch diese Integration und den selbstverständlichen Umgang mit derartigen Fragestellungen zeigen wir neue Lösungswege auf, die zur Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens beitragen.

8.3 Arbeitsschutz

Das Thema „Schutz der Mitarbeiter“ ist nicht erst durch die Zertifizierung nach OHSAS 18001 fest in unseren Leitlinien verankert. Die weltweit einheitlich durchgeführten Gefährdungsanalysen tragen dazu bei, die Arbeitsunfallzahlen stetig zu verringern. An einzelnen Standorten gewonnene Erkenntnisse werden über das CC E&S kommuniziert und helfen anderen Standorten, Fehler zu vermeiden.

Unser weltweiter Anspruch ist es, die von uns neu geschaffenen, sicheren und gesunden Arbeitsumgebungen zu erhalten. Mit geeigneten Maßnahmen wollen wir arbeitsplatzbedingte Verletzungen und Berufskrankheiten verhindern. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen gehen wir an den meisten Standorten über die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen der Länder sogar deutlich hinaus. Die aktive Mitwirkung an der Gestaltung der Arbeitsplätze und die Sicherstellung der medizinischen Versorgung vor Ort sind ebenso Aufgaben wie die Betreuung von Geschäftsreisenden.

Mit zahlreichen neuen Auszubildenden jedes Jahr nimmt die Schaeffler Gruppe eine Vorbildfunktion bei der Ausbildung ein. Nach Abschluss ihrer gewerblich-technischen oder kaufmännischen Ausbildung bleiben viele ihrem Ausbildungsunternehmen treu und nutzen das umfangreiche Weiterbildungsangebot, um fachlich und persönlich immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Nur mit konkreten und realistischen Zielsetzungen kann auf lange Sicht die Umwelt geschont, die Mitarbeiter geschützt und soziale Projekte unterstützt werden. Umwelt- und Arbeitsschutzprogramme müssen umsetzbare Maßnahmen enthalten. Deshalb werden solche Projekte in aller Regel an den Standorten direkt initiiert. Angepasst an die Umgebung, das soziale Umfeld sowie die Notwendigkeiten in der Region, werden diese durch das CC E&S unterstützt und betreut.

8.4 Soziales Engagement

Kulturelles und soziales Engagement sind seit langem fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Schaeffler Gruppe. In diesem Rahmen unterstützt die Schaeffler Gruppe Projekte, von denen sie überzeugt ist.

Innovation Award 2010

Die FAG Stiftung der Schaeffler Gruppe hat am 24. Februar 2011 den Innovation Award 2010 für herausragende Dissertationen, Diplomarbeiten und schulische Projekte verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde in Schweinfurt übergaben Maria-Elisabeth Schaeffler und Robert Schullan die Auszeichnungen an sechs Nachwuchs-Ingenieure. Seit ihrer Gründung 1983 fördert die FAG-Stiftung Wissenschaft, Forschung und Lehre auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet und unterstützt daneben auch schulische Leistungen, die der Schulentwicklung dienen. Der Innovation Award gehört zu den bedeutenden Technik-Stiftungspreisen in Deutschland.

Rainbow Nation Club Schaeffler Südafrika

Während der Fußballweltmeisterschaft 2010 rief Schaeffler Südafrika das Projekt „Rainbow Nation Club“ ins Leben. Anlass des Projekts sind die in Südafrika zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen herrschenden Spannungen. Die Grundidee des Vereins ist eine geeinte und multiethnische Nation, deren Zusammenleben auf gegenseitigem Respekt und Toleranz beruht und damit auf Nelson Mandelas Grundgedanken aufbaut. Der Rainbow Nation Club ist der größte gemeinnützige Verein in Südafrika, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Zukunft des Landes positiv zu verändern.

Schaeffler Iberia unterstützt Studenten-Team

Das Team der Universität von Navarra (UPNA) wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Motostudent“ für das beste Industrieprojekt ausgezeichnet. Unterstützt wurde das Team von Schaeffler Iberia, sowohl beratend als auch durch die Bereitstellung von Wälzlagern für verschiedene Anwendungen ihres Prototyps. Bei dem von der Stiftung Moto Engineering Foundation geförderten [--break--] Wettbewerb entwickelten und bauten die Studententeams Prototypen eines Rennmotorrads, die anschließend auf der Rennstrecke von Alcañiz (Aragón) zum Einsatz kamen.

Das deutsche duale Ausbildungssystem hat weltweit Vorbildcharakter

Im Schaeffler-Werk in Irapuato, Mexiko, wurde für Auszubildende ein lokales Qualifizierungsprogramm etabliert. Die „Schaeffler University“ läuft in Kooperation mit der deutsch-mexikanischen Industrie- und Handelskammer. Die Initiative basiert auf dem Prinzip des deutschen dualen Ausbildungssystems, einer Kombination aus Ausbildung und Studium, das weltweit Vorbildcharakter hat. Aktuell befinden sich über 120 Mitarbeiter in der Schaeffler University, darunter rund 60 Auszubildende und über 20 Jung-Ingenieure.